Liebes-Scamming

Liebes-Scamming bei Partnerbörsen und bei Kontaktanzeigen im Internet – wie schütze ich mich?

Die Partnersuche über das Internet wird immer beliebter. Ob nun die große Liebe oder der ONS (One-Night-Stand) gesucht wird ist dabei nebensächlich. In ausnahmslos allen Kontaktbörsen finden sich allerdings nicht nur Gleichgesinnte, weshalb besondere Vorsicht im Umgang mit den eigenen persönlichen Daten geboten ist. Internationale Betrügerbanden, die nur auf das Geld von gutgläubigen Gegenüber in Partnerbörsen aus sind, versuchen die Anonymität des Internets und das Vertrauen der anderen auszunutzen. Besonders Frauen lassen sich von liebevoll formulierten, leidenschaftlich romantischen Nachrichten und E-Mails schnell beeindrucken und täuschen. Scamming (von engl. Scam = Betrug) ist der organisierte Betrug im Internet.

Für die Kontaktanzeigen-Betrüger, sogenannte Romance-Scammer, gibt es eine typische Betrugsmasche, mit denen sie an das Geld der Opfer in Partner- und Kontaktbörsen sowie sozialen Netzwerken gelangen wollen: 

  • Die eigenen Profildaten werden frei erfunden.
  • Versendet werden attraktive Fotos anderer die aus dem Internet raubkopiert werden.
  • Über einen mehrfachen Briefwechsel wird Vertrauen aufgebaut.
  • Die Betrüger versenden dann romantische Liebesversprechungen.
  • Um an Geld zu kommen, wird nach zahlreichen Liebesbekundungen vorgegeben, in einer Notlage eine Geldüberweisung zu benötigen – beispielsweise das Geld für die Anreise zum Treffen, eine wichtige Operation oder einen Hotelaufenthalt zu benötigen, da das eigene Konto kurzfristig gesperrt worden sei.
  • Gutgläubig wird vom Opfer Geld überwiesen, welches angeblich so schnell wie möglich zurückbezahlt werden soll.
  • Das Opfer ist meist von den Betrügern emotional abhängig und hegt noch keine Zweifel.
  • Ist das Geld bei dem oder den Betrügern eingetroffen, werden diese versuchen eine weitere Notlage zu erfinden um an eine weitere Überweisung zu gelangen. Dies spitzt sich so weit ins Unwahrscheinliche zu, bis das Opfer die Hochstapelei erkennt und aus allen Wolken fällt.
  • Neben finanziellen Einbußen drohen den Opfern zusätzlich auch seelische Schäden, es folgen gestiegenes Mißtrauen gegenüber anderen und Selbstzweifel.
  • Die Betrugserfolg treibt die Romance-Scammer dazu, weitere Versuche zu beginnen und neue Opfer zu finden. Die Masche wird erneut eingesetzt.

Tipps: So schützt Du dich

Scamming Betrüger verfolgen Opfer hauptsächlich in anderen Ländern, damit anonyme internationale Überweisungsträger genutzt werden können. Um daher selbst nicht zu einem Opfer eines solchen Internet-Betrügers zu werden, lohnt es sich, bei Kontakten aus dem Ausland misstrauisch zu sein.

  • Überprüfe die IP-Adresse des Absenders, ob E-Mails aus dem Ausland oder sogar aus misstrauenserweckenden Ländern wie Nigeria versendet wurden. Lass hierzu in Deinem E-Mail-Programm alle Kopfzeilen der E-Mail anzeigen. Kopiere aus den Kopfzeilen die IP-Adresse in Geolocation Anbieter wie utrace.de oder maxmind.com. So findest Du den Namen und den Standort des Internetanbieters des Absenders.
  • Vorsicht: Ein Betrüger kann auch einen Proxy-Server verwenden um einen falschen Standort vorzutäuschen. Allerdings ist eine konsistente Verwendung von Proxy-Servern über einen längeren Zeitraum eines Mailverkehrs für den Betrüger schwer.
  • Google den Namen des Absenders.
  • Kopiere den Text der Kontaktanzeige oder des Profils in die Suchmaschine und schaue nach, ob noch weitere Einträge existieren. Betrüger sind meist auf unterschiedlichen Partner-Portalen angemeldet, häufig mit verschiedenen Wohnorten aber mit gleichen Textbausteinen.
  • Werd bei einer auffällig schlechten Sprache stutzig. Frage nach, wenn die Angaben des Kontakts inkonsistent erscheinen.
  • Vorsicht bei einigen sehr großen Kleinanzeigen-Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen, und den ganz großen die täglich ihre Werbung im Fernseh betreiben. Aus eigener Erfahrung und Recherche finde ich in nur 30 Minuten duzende solcher Betrüger. Was nicht daran liegt das die ganz großen so etwas fördern. Es liegt einfach an der Größe und dem ewig unterbesetztem Support.
  • Bei Firmen prüfe deren Webseite auf ein vollständiges Impressum und dem entsprechenden Eintrag im Handelsregister.
  • Geh auf keinen Fall auf Geldforderungen von Unbekannten bzw. Internetbekanntschaften ein.
  • Wenn Du verdächtige Anzeigen siehst, melden diese. Kaufmich.Zone überprüft Anzeigen ständig, auch schon vor Veröffentlichung, so dass Scamming-Versuche bei Kaufmich.Zone –Kontaktanzeigen sehr selten ist.

Probiere also ruhig aus, dein Date im Internet zu finden und schalte deine Anzeige beim Kontaktanzeigenmarkt von Kaufmich.Zone

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